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Prompt-Vorlagen für den Büroalltag

Protokoll aus Stichpunkten, Zusammenfassung einer langen Mailkette, Foliengerüst für Donnerstag, drei Vorschläge für ein Problem, das seit Wochen liegt.

Es sind selten die großen Aufgaben, bei denen KI im Büro hilft, sondern die vielen kleinen, die sich jede Woche wiederholen.

Genau deshalb lohnt es sich, sie einmal ordentlich zu formulieren.

Unten stehen sechs Prompts für die häufigsten Aufgaben und darüber die vier Textblöcke, die in fast allen davon vorkommen und die du nur einmal schreiben musst.

Promptomizer ist ein deutsches Web-Tool zum Erstellen, Optimieren und Verwalten von KI-Prompts.

Was im Büroalltag immer gleich bleibt

Büroaufgaben unterscheiden sich weniger voneinander, als es sich anfühlt.

Wer ein Protokoll schreibt und wer eine Mailkette zusammenfasst, braucht dieselbe Grundhaltung der KI: sachlich, kein Wort erfunden, klar getrennt zwischen dem, was gesagt wurde, und dem, was daraus folgt.

Auch das Ausgabeformat wiederholt sich.

Fast jedes Ergebnis im Büro ist entweder eine kurze Zusammenfassung, eine Liste mit Verantwortlichen und Fristen oder ein Text, den jemand anders lesen wird, ohne im Thema zu stecken.

Was sich dagegen jedes Mal ändert, ist der Inhalt: dieses Meeting, diese Mail, dieser Vorgang.

Genau an dieser Grenze verläuft die Trennung zwischen dem, was du speicherst, und dem, was du jedes Mal einfügst.

Dein Baustein-Set für den Büroalltag

Baustein 1: Die Rolle

Du unterstützt bei Büro- und Organisationsaufgaben. Du schreibst sachlich und knapp, ohne Werbesprache und ohne Füllsätze. Du erfindest keine Angaben. Wenn eine Information fehlt, schreibst du an dieser Stelle „unklar" und fragst am Ende nach, statt zu raten.

Baustein 2: Der Datenschutz-Hinweis

Arbeite ausschließlich mit den unten eingefügten Angaben. Erschließe keine Namen, Organisationen oder Zusammenhänge, die dort nicht stehen. Wenn Platzhalter wie [Person A] verwendet werden, behalte sie in der Antwort unverändert bei.

Baustein 3: Das Ausgabeformat „Ergebnis und Aufgaben"

Gib das Ergebnis in drei Abschnitten aus. Erstens: Worum es ging, höchstens drei Sätze. Zweitens: Entscheidungen, als Liste. Drittens: Aufgaben, als Liste mit Verantwortlichem und Frist, bei fehlender Angabe „offen". Keine Einleitung, keine Zusammenfassung am Ende.

Baustein 4: Das Ausgabeformat „für jemanden, der nicht dabei war"

Schreibe für eine Person, die den Vorgang nicht kennt und höchstens zwei Minuten Zeit hat. Erkläre Abkürzungen beim ersten Vorkommen. Beginne mit dem Ergebnis, nicht mit der Vorgeschichte. Höchstens 200 Wörter.

Praktischer Hinweis: Ersetze Namen vor dem Einfügen durch Platzhalter wie [Person A], [Person B] und [Firma X]. Ob und in welchem Umfang du dienstliche Inhalte in ein KI-Tool geben darfst, steht in der Regelung deines Arbeitgebers.

Diese Blöcke stehen in den Prompts unten immer wieder. Lege sie einmal als Bausteine ab und setze sie danach erneut ein.

Sechs Prompts für den Büroalltag

1. Protokoll aus Stichpunkten

Für den Moment nach dem Termin, in dem nur Notizen dastehen.

Rolle: Du unterstützt bei Büro- und Organisationsaufgaben. Du schreibst sachlich und knapp, ohne Werbesprache und ohne Füllsätze. Du erfindest keine Angaben. Wenn eine Information fehlt, schreibst du an dieser Stelle „unklar" und fragst am Ende nach, statt zu raten.
Aufgabe: Mache aus den folgenden Notizen ein Protokoll.
Kontext: Anlass und Datum: [Angabe]. Teilnehmende: [Angabe oder Platzhalter]. Notizen: [einfügen]. Arbeite ausschließlich mit den unten eingefügten Angaben. Erschließe keine Namen, Organisationen oder Zusammenhänge, die dort nicht stehen. Wenn Platzhalter wie [Person A] verwendet werden, behalte sie in der Antwort unverändert bei.
Format: Gib das Ergebnis in drei Abschnitten aus. Erstens: Worum es ging, höchstens drei Sätze. Zweitens: Entscheidungen, als Liste. Drittens: Aufgaben, als Liste mit Verantwortlichem und Frist, bei fehlender Angabe „offen". Keine Einleitung, keine Zusammenfassung am Ende.

Als Baustein: Rolle, Datenschutz-Hinweis, Format.

2. Lange Mailkette zusammenfassen und beantworten

Für den Vorgang, der über zwei Wochen und sieben Antworten gewachsen ist.

Rolle: Du unterstützt bei Büro- und Organisationsaufgaben. Du schreibst sachlich und knapp, ohne Werbesprache und ohne Füllsätze. Du erfindest keine Angaben. Wenn eine Information fehlt, schreibst du an dieser Stelle „unklar" und fragst am Ende nach, statt zu raten.
Aufgabe: Fasse den folgenden Mailverlauf zusammen und schlage danach eine Antwort vor. Trenne beides klar.
Kontext: Mailverlauf: [einfügen]. Meine Position dazu: [Angabe]. Was ich erreichen will: [Angabe]. Was ich nicht zusagen kann: [Angabe]. Arbeite ausschließlich mit den unten eingefügten Angaben. Erschließe keine Namen, Organisationen oder Zusammenhänge, die dort nicht stehen. Wenn Platzhalter wie [Person A] verwendet werden, behalte sie in der Antwort unverändert bei.
Format: Erst die Zusammenfassung nach dem Muster: Worum es geht, was offen ist, wer zuletzt am Zug war. Dann die Antwortmail, höchstens 150 Wörter, mit genau einem konkreten nächsten Schritt.

Als Baustein: Rolle, Datenschutz-Hinweis.

3. Foliengerüst für eine Präsentation

Für die Präsentation, bei der die Struktur länger dauert als die Folien.

Rolle: Du unterstützt bei Büro- und Organisationsaufgaben. Du schreibst sachlich und knapp, ohne Werbesprache und ohne Füllsätze. Du erfindest keine Angaben. Wenn eine Information fehlt, schreibst du an dieser Stelle „unklar" und fragst am Ende nach, statt zu raten.
Aufgabe: Entwirf ein Foliengerüst.
Kontext: Thema: [Angabe]. Publikum: [Angabe]. Wie lange ich sprechen soll: [Angabe]. Was das Publikum danach tun oder entscheiden soll: [Angabe]. Was ich an Material schon habe: [einfügen oder „nichts"].
Format: Eine Zeile je Folie, mit Foliennummer, Titel und höchstens zwei Stichpunkten zum Inhalt. Am Ende eine Zeile, welche Folie die eigentliche Botschaft trägt. Keine ausformulierten Texte.

Als Baustein: Rolle, Format.

4. Ideen sammeln, geordnet statt beliebig

Für die Frage, bei der man seit Wochen dieselben zwei Möglichkeiten dreht.

Rolle: Du unterstützt bei Büro- und Organisationsaufgaben. Du schreibst sachlich und knapp, ohne Werbesprache und ohne Füllsätze. Du erfindest keine Angaben. Wenn eine Information fehlt, schreibst du an dieser Stelle „unklar" und fragst am Ende nach, statt zu raten.
Aufgabe: Entwickle Lösungsvorschläge für das unten beschriebene Problem.
Kontext: Problem: [Angabe]. Was bereits versucht wurde: [Angabe]. Feste Rahmenbedingungen, die sich nicht ändern lassen: [Angabe]. Wer entscheidet: [Angabe].
Format: Fünf Vorschläge. Je Vorschlag: eine Zeile Beschreibung, ein Vorteil, ein Nachteil, benötigter Aufwand als hoch, mittel oder niedrig. Sortiere nach Aufwand aufsteigend. Keine Empfehlung am Ende, die treffe ich selbst.

Als Baustein: Rolle, Format.

5. Schwierige Nachricht freundlich formulieren

Für die Absage, die Erinnerung an eine überfällige Zulieferung, die Rückfrage, die schon dreimal gestellt wurde.

Rolle: Du unterstützt bei Büro- und Organisationsaufgaben. Du schreibst sachlich und knapp, ohne Werbesprache und ohne Füllsätze. Du erfindest keine Angaben. Wenn eine Information fehlt, schreibst du an dieser Stelle „unklar" und fragst am Ende nach, statt zu raten. Zusätzlich: Du formulierst verbindlich und höflich, ohne dich zu entschuldigen, wo es nichts zu entschuldigen gibt.
Aufgabe: Formuliere die unten beschriebene Nachricht.
Kontext: Empfänger und Verhältnis: [Angabe]. Was gesagt werden muss: [Angabe]. Was auf keinen Fall gesagt werden darf: [Angabe]. Vorgeschichte: [Angabe]. Arbeite ausschließlich mit den unten eingefügten Angaben. Erschließe keine Namen, Organisationen oder Zusammenhänge, die dort nicht stehen. Wenn Platzhalter wie [Person A] verwendet werden, behalte sie in der Antwort unverändert bei.
Format: E-Mail, höchstens 120 Wörter, mit Anrede und Grußformel. Der Kernsatz steht im ersten Absatz, nicht am Ende. Keine Floskel wie „ich hoffe, es geht dir gut".

Als Baustein: Rolle mit Zusatz, Datenschutz-Hinweis.

6. Denselben Inhalt für zwei Zielgruppen

Für den Text, der einmal an die Leitung und einmal ans Team geht.

Rolle: Du unterstützt bei Büro- und Organisationsaufgaben. Du schreibst sachlich und knapp, ohne Werbesprache und ohne Füllsätze. Du erfindest keine Angaben. Wenn eine Information fehlt, schreibst du an dieser Stelle „unklar" und fragst am Ende nach, statt zu raten.
Aufgabe: Schreibe den unten stehenden Inhalt für zwei verschiedene Adressaten.
Kontext: Inhalt: [einfügen]. Adressat A: [Angabe, etwa Hausleitung]. Adressat B: [Angabe, etwa Team]. Was A entscheiden soll: [Angabe]. Was B tun soll: [Angabe]. Arbeite ausschließlich mit den unten eingefügten Angaben. Erschließe keine Namen, Organisationen oder Zusammenhänge, die dort nicht stehen. Wenn Platzhalter wie [Person A] verwendet werden, behalte sie in der Antwort unverändert bei.
Format: Zwei getrennte Fassungen unter den Überschriften „Für [A]" und „Für [B]". Fassung A nach dem Muster: Schreibe für eine Person, die den Vorgang nicht kennt und höchstens zwei Minuten Zeit hat. Erkläre Abkürzungen beim ersten Vorkommen. Beginne mit dem Ergebnis, nicht mit der Vorgeschichte. Höchstens 200 Wörter. Fassung B als Stichpunktliste mit konkreten Aufgaben. Keine Wiederholung derselben Sätze in beiden Fassungen.

Als Baustein: Rolle, Datenschutz-Hinweis, Format für Fassung A.

Warum du diese Prompts in vier Wochen neu schreibst

Das Problem an guten Prompts ist nicht, sie zu finden.

Es ist, sie beim nächsten Mal wiederzuhaben.

Die vier Bausteine oben stehen nach dem Kopieren in irgendeinem Chatverlauf.

In sechs Wochen, wenn wieder ein Protokoll ansteht, erinnerst du dich daran, dass es mal gut funktioniert hat, aber nicht mehr daran, wie der Satz zur Rolle genau lautete.

In Promptomizer legst du solche Blöcke einmal als Baustein ab und setzt sie beim nächsten Prompt ein, statt sie zu tippen.

Die fertigen Prompts landen mit Namen und Kategorie in deiner Bibliothek.

Mehr dazu: Prompt-Vorlagen, Prompt-Bibliothek und Prompt strukturiert erstellen.

Kostenlos anfangen

Mit Free kannst du bis zu zehn Prompts und Bausteine insgesamt speichern. Die produktive Datenbank für gespeicherte Inhalte liegt in Frankfurt. Promptomizer übermittelt gespeicherte Prompts nicht automatisch an generative KI-Anbieter.

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Häufige Fragen

Funktionieren diese Prompts auch mit Copilot oder Gemini?
Ja. Alle Vorlagen bestehen aus reinem Text ohne toolspezifische Formatierung und funktionieren in ChatGPT, Microsoft Copilot, Gemini und Claude gleichermaßen.
Darf ich dienstliche Inhalte in ein KI-Tool einfügen?
Das hängt von der Regelung deines Arbeitgebers und vom eingesetzten Tarif ab. Viele Häuser erlauben es nur ohne personenbezogene Daten oder nur in Tarifen mit Auftragsverarbeitungsvertrag. Die Vorlagen auf dieser Seite sind so gebaut, dass sie mit Platzhaltern statt echten Namen funktionieren.
Wie viele Bausteine brauche ich wirklich?
In der Praxis reichen für den Büroalltag drei bis fünf: eine Rolle, ein bis zwei Ausgabeformate und ein Hinweis zum Umgang mit den eingefügten Angaben. Alles Weitere gehört in den Kontext des einzelnen Prompts.
Wo speichere ich die Vorlagen am besten?
Ein Dokument oder eine Notiz-App reicht am Anfang. Sobald mehr als eine Handvoll zusammenkommt, wird das Wiederfinden zum Problem, weil Prompts sich schlecht überfliegen lassen. Dafür gibt es Werkzeuge wie Promptomizer, in denen Prompts benannt, einsortiert und durchsucht werden.

Die vier Bausteine von oben sind in zwei Minuten angelegt.

Lege die wiederkehrenden Teile einmal an und verwende sie bei der nächsten Aufgabe erneut.

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