Prompt-Vorlagen, die du einmal anlegst und immer wieder einsetzt
Wer regelmäßig mit KI arbeitet, tippt dieselben Sätze immer wieder. Dieselbe Rollenbeschreibung, dieselbe Formatvorgabe, denselben Hinweis auf die Zielgruppe. Das kostet jedes Mal ein paar Minuten und geht jedes Mal ein bisschen anders aus, weil man es aus dem Gedächtnis neu formuliert.
Auf dieser Seite steht, welche Teile eines Prompts sich wiederverwenden lassen und welche nicht. Darunter stehen fünf Vorlagen, die du kopieren und sofort einsetzen kannst (ChatGPT, Claude, Gemini und mehr).
Promptomizer ist ein deutsches Web-Tool zum Erstellen, Optimieren und Verwalten von KI-Prompts.
Warum du denselben Satz zum zwanzigsten Mal tippst
Ein Prompt sieht aus wie ein zusammenhängender Text, ist aber keiner. Er besteht aus Teilen, die unterschiedlich schnell veralten.
Die Anweisung „Du bist eine erfahrene Texterin für B2B-Software" gilt für jeden Produkttext, den du je schreiben lässt. Die Angabe „Zielgruppe sind IT-Leiterinnen in mittelständischen Maschinenbaubetrieben" gilt für genau ein Projekt. Beide stehen im selben Prompt, direkt untereinander, und werden deshalb meistens gemeinsam behandelt: gemeinsam getippt, gemeinsam vergessen, gemeinsam neu geschrieben.
Sobald man sie trennt, schrumpft der Aufwand pro Prompt auf den Teil, der wirklich neu ist.
Was an einem Prompt wiederkehrt und was nicht
Ein vollständiger Prompt beantwortet vier Fragen: Wer soll antworten, was soll getan werden, was muss die KI dazu wissen, und wie soll das Ergebnis aussehen. Diese vier Teile unterscheiden sich stark darin, wie oft du sie neu schreiben musst.
| Teil | Beispiel | Wiederverwendbar |
|---|---|---|
| Rolle | „Du bist eine erfahrene Texterin für B2B-Software." | fast immer |
| Format | „Antworte in Stichpunkten, höchstens 120 Wörter, ohne Einleitungssatz." | fast immer |
| Aufgabe | „Schreibe eine Produktbeschreibung." | oft, in wenigen Varianten |
| Kontext | „Das Produkt heißt X, die Zielgruppe ist Y, der Preis liegt bei Z." | so gut wie nie |
Daraus folgt eine einfache Regel: Alles an einem Prompt, was nichts über den konkreten Einzelfall aussagt, schreibst du einmal. Alles, was den Einzelfall beschreibt, schreibst du jedes Mal neu.
In der Praxis heißt das, dass zwei von vier Teilen dauerhaft liegen bleiben können. Genau das sind Prompt-Vorlagen: nicht ganze fertige Prompts, sondern die Teile, die sich nicht ändern.
Fünf Vorlagen zum Mitnehmen
Die folgenden Vorlagen sind nach denselben vier Teilen aufgebaut. Fett markiert ist jeweils, was du übernehmen und dauerhaft behalten kannst. Der Rest wird pro Einsatz ausgefüllt. Jede Vorlage lässt sich auch direkt im Prompt-Generator öffnen und bearbeiten.
Alle Vorlagen auf dieser Seite sind frei verwendbar, auch geschäftlich, ohne Namensnennung.
Wenn aus fünf Vorlagen fünfzig werden
Bausteine lösen das Problem der Wiederholung. Sie lösen nicht das Problem der Menge.
Sobald mehr als eine Handvoll fertiger Prompts zusammenkommt, stellt sich eine andere Frage: Wo liegen sie, und wie findest du sie in sechs Wochen wieder. Darum kümmert sich deine Prompt-Bibliothek.
Häufige Fragen
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