Prompt-Vorlagen für Marketing
Es gibt im Netz Sammlungen mit dreihundert Marketing-Prompts.
Das Problem im Alltag ist aber nicht, zu wenige zu haben.
Es ist, dass die guten nach zwei Wochen nicht mehr auffindbar sind und beim nächsten Mal etwas anders formuliert werden, worauf die KI etwas anderes ausgibt.
Deshalb stehen hier sechs Prompts und nicht dreihundert.
Davor stehen die vier Textblöcke, die in fast jedem Marketing-Prompt vorkommen und die du genau einmal schreiben musst.
Sie sind der eigentliche Grund, warum Ergebnisse gleichbleibend gut werden.
Promptomizer ist ein deutsches Web-Tool zum Erstellen, Optimieren und Verwalten von KI-Prompts.
Was an Marketing-Prompts immer gleich bleibt
Ein Newsletter, ein Blogartikel und ein Social-Beitrag unterscheiden sich im Format, aber kaum in den Angaben, die die KI vorher braucht.
In allen drei Fällen muss sie wissen, für welche Marke sie schreibt, wie diese Marke klingt, für wen der Text gedacht ist und was sie nicht tun soll.
Diese vier Angaben machen den Unterschied zwischen einem Text, der nach jeder beliebigen Firma klingt, und einem, der nach deiner klingt.
Sie sind gleichzeitig der Teil, den niemand jedes Mal neu tippt, weil er zu lang ist.
Also wird er weggelassen, und das Ergebnis bleibt austauschbar.
Was sich dagegen wirklich ändert, ist wenig: das konkrete Thema, der konkrete Anlass, das konkrete Angebot.
Dein Baustein-Set für Marketing
Baustein 2: Zielgruppe
Baustein 3: Die Verbotsliste
Baustein 4: Qualitätsprüfung
Diese Blöcke stehen in den Prompts unten immer wieder. Lege sie einmal als Bausteine ab und setze sie danach erneut ein.
Sechs Prompts für Marketing
1. Gliederung für einen Blogartikel
Für den Artikel, der auf einen Suchbegriff einzahlen soll.
Rolle: Du schreibst für [Marke]. Diese Marke klingt [drei Eigenschaften, etwa: sachlich, direkt, ohne Pathos]. Sie schreibt in der [Anrede: du/Sie]-Form. Sie verwendet keine Fachbegriffe, ohne sie beim ersten Vorkommen zu erklären. Beispiele für den Ton findest du hier: [zwei bis drei eigene Sätze einfügen, die typisch sind]. Aufgabe: Entwirf eine Gliederung für einen Blogartikel. Kontext: Suchbegriff: [Angabe]. Der Text richtet sich an [Rolle oder Situation]. Diese Person beschäftigt aktuell [Problem]. Sie hat [viel/wenig] Vorwissen zum Thema. Sie entscheidet [allein/gemeinsam mit anderen]. Was sie am ehesten davon abhält zu handeln, ist [Einwand]. Was der Artikel beantworten muss, damit jemand nicht weitersuchen muss: [Angabe]. Was wir dazu an eigener Erfahrung oder eigenen Zahlen haben: [Angabe oder „nichts"]. Format: H1, dann H2-Überschriften mit je einer Zeile, was darunter steht. Zu jeder H2 eine Angabe, ob wir dafür eigenes Material brauchen. Keine ausformulierten Absätze. Am Ende drei Fragen, die im Artikel beantwortet werden sollten und in der Gliederung noch fehlen.
Als Baustein: Markenstimme, Zielgruppe.
2. Newsletter-Ausgabe
Für die Ausgabe, die seit Montag im Kalender steht.
Rolle: Du schreibst für [Marke]. Diese Marke klingt [drei Eigenschaften, etwa: sachlich, direkt, ohne Pathos]. Sie schreibt in der [Anrede: du/Sie]-Form. Sie verwendet keine Fachbegriffe, ohne sie beim ersten Vorkommen zu erklären. Beispiele für den Ton findest du hier: [zwei bis drei eigene Sätze einfügen, die typisch sind]. Aufgabe: Schreibe eine Newsletter-Ausgabe. Kontext: Anlass: [Angabe]. Der Text richtet sich an [Rolle oder Situation]. Diese Person beschäftigt aktuell [Problem]. Sie hat [viel/wenig] Vorwissen zum Thema. Sie entscheidet [allein/gemeinsam mit anderen]. Was sie am ehesten davon abhält zu handeln, ist [Einwand]. Das eine, was hängen bleiben soll: [Angabe]. Was die Leserin danach tun soll: [genau eine Handlung]. Vorherige Ausgaben zum Ton: [einfügen oder weglassen]. Format: Betreffzeile mit höchstens 45 Zeichen und eine Alternative dazu. Dann der Text mit höchstens 250 Wörtern. Genau ein Aufruf zur Handlung, am Ende. Keine Zwischenüberschriften. Zum Schluss: Prüfe deinen Entwurf zum Schluss selbst gegen diese Fragen und überarbeite ihn, bevor du ihn ausgibst: Steht die wichtigste Aussage im ersten Absatz? Ist jede Behauptung durch eine Angabe aus dem Kontext gedeckt? Ließe sich ein Satz streichen, ohne dass Information verloren geht? Gib nur die überarbeitete Fassung aus, nicht die Prüfung.
Als Baustein: Markenstimme, Zielgruppe, Qualitätsprüfung.
3. Social-Beitrag aus einem Kundengespräch
Für den Moment nach einem Gespräch, in dem etwas gesagt wurde, das andere auch hören sollten.
Rolle: Du schreibst für [Marke]. Diese Marke klingt [drei Eigenschaften, etwa: sachlich, direkt, ohne Pathos]. Sie schreibt in der [Anrede: du/Sie]-Form. Sie verwendet keine Fachbegriffe, ohne sie beim ersten Vorkommen zu erklären. Beispiele für den Ton findest du hier: [zwei bis drei eigene Sätze einfügen, die typisch sind]. Aufgabe: Mache aus den folgenden Gesprächsnotizen einen Beitrag für LinkedIn. Kontext: Notizen: [einfügen]. Ersetze Namen und Firma durch allgemeine Beschreibungen, außer ich gebe sie ausdrücklich frei. Der Text richtet sich an [Rolle oder Situation]. Diese Person beschäftigt aktuell [Problem]. Sie hat [viel/wenig] Vorwissen zum Thema. Sie entscheidet [allein/gemeinsam mit anderen]. Was sie am ehesten davon abhält zu handeln, ist [Einwand]. Die Aussage, um die es geht: [ein Satz]. Format: Höchstens 130 Wörter. Der erste Satz enthält die Aussage, nicht die Ankündigung der Aussage. Danach die Situation, dann was daraus folgt. Kein Hashtag-Block, keine Frage am Ende. Verbote: Verwende nicht: Superlative, rhetorische Fragen als Einstieg, die Wörter „revolutionär", „innovativ", „ganzheitlich", „nahtlos", Aufzählungen aus drei Adjektiven, Emojis, Ausrufezeichen. Beginne keinen Text mit „In der heutigen Zeit" oder einer vergleichbaren Wendung. Kündige nicht an, was du gleich sagst, sondern sage es.
Als Baustein: Markenstimme, Zielgruppe, Verbotsliste.
4. Anzeigentexte in Varianten
Für den Test, bei dem eine Fassung nicht reicht.
Rolle: Du schreibst für [Marke]. Diese Marke klingt [drei Eigenschaften, etwa: sachlich, direkt, ohne Pathos]. Sie schreibt in der [Anrede: du/Sie]-Form. Sie verwendet keine Fachbegriffe, ohne sie beim ersten Vorkommen zu erklären. Beispiele für den Ton findest du hier: [zwei bis drei eigene Sätze einfügen, die typisch sind]. Aufgabe: Schreibe Anzeigentexte in Varianten. Kontext: Beworbenes Angebot: [Angabe]. Der Text richtet sich an [Rolle oder Situation]. Diese Person beschäftigt aktuell [Problem]. Sie hat [viel/wenig] Vorwissen zum Thema. Sie entscheidet [allein/gemeinsam mit anderen]. Was sie am ehesten davon abhält zu handeln, ist [Einwand]. Kanal und Platzierung: [Angabe]. Was wir versprechen dürfen: [Angabe]. Was wir nicht versprechen dürfen: [Angabe]. Format: Fünf Varianten. Jede Variante zieht an einem anderen Hebel: Problem, Ergebnis, Zeitersparnis, Risikoabbau, Vergleich mit dem bisherigen Vorgehen. Benenne den Hebel je Variante in Klammern davor. Zeichengrenze: [Angabe]. Verbote: Verwende nicht: Superlative, rhetorische Fragen als Einstieg, die Wörter „revolutionär", „innovativ", „ganzheitlich", „nahtlos", Aufzählungen aus drei Adjektiven, Emojis, Ausrufezeichen. Beginne keinen Text mit „In der heutigen Zeit" oder einer vergleichbaren Wendung. Kündige nicht an, was du gleich sagst, sondern sage es.
Als Baustein: Markenstimme, Zielgruppe, Verbotsliste.
5. Einwände sammeln und beantworten
Für die Seite, die nicht konvertiert, ohne dass klar ist, warum.
Rolle: Du bist skeptische [Rolle aus der Zielgruppe] und liest den unten stehenden Text zum ersten Mal. Aufgabe: Nenne alles, was dich zögern lässt. Kontext: Text: [einfügen]. Der Text richtet sich an [Rolle oder Situation]. Diese Person beschäftigt aktuell [Problem]. Sie hat [viel/wenig] Vorwissen zum Thema. Sie entscheidet [allein/gemeinsam mit anderen]. Was sie am ehesten davon abhält zu handeln, ist [Einwand]. Was das Angebot kostet: [Angabe]. Womit die Person es vergleicht: [Angabe]. Format: Erst acht Einwände als Liste, sortiert danach, wie oft sie vermutlich auftreten. Dann zu den drei häufigsten je ein Vorschlag, wie der Text sie ausräumen könnte, ohne dabei defensiv zu klingen. Keine Umformulierung des ganzen Textes.
Als Baustein: Zielgruppe.
6. Aus einem langen Text drei Formate machen
Für den Artikel, der einmal veröffentlicht wurde und danach liegen blieb.
Rolle: Du schreibst für [Marke]. Diese Marke klingt [drei Eigenschaften, etwa: sachlich, direkt, ohne Pathos]. Sie schreibt in der [Anrede: du/Sie]-Form. Sie verwendet keine Fachbegriffe, ohne sie beim ersten Vorkommen zu erklären. Beispiele für den Ton findest du hier: [zwei bis drei eigene Sätze einfügen, die typisch sind]. Aufgabe: Leite aus dem unten stehenden Text drei kürzere Formate ab. Kontext: Ausgangstext: [einfügen]. Der Text richtet sich an [Rolle oder Situation]. Diese Person beschäftigt aktuell [Problem]. Sie hat [viel/wenig] Vorwissen zum Thema. Sie entscheidet [allein/gemeinsam mit anderen]. Was sie am ehesten davon abhält zu handeln, ist [Einwand]. Welche Aussage in allen drei Formaten vorkommen muss: [Angabe]. Format: Erstens ein Social-Beitrag mit höchstens 120 Wörtern. Zweitens ein Newsletter-Absatz mit höchstens 80 Wörtern und einem Verweis auf den ganzen Text. Drittens fünf Stichpunkte für eine Folie. Jedes Format greift einen anderen Aspekt auf, keine drei Zusammenfassungen desselben Absatzes. Verbote: Verwende nicht: Superlative, rhetorische Fragen als Einstieg, die Wörter „revolutionär", „innovativ", „ganzheitlich", „nahtlos", Aufzählungen aus drei Adjektiven, Emojis, Ausrufezeichen. Beginne keinen Text mit „In der heutigen Zeit" oder einer vergleichbaren Wendung. Kündige nicht an, was du gleich sagst, sondern sage es.
Als Baustein: Markenstimme, Zielgruppe, Verbotsliste.
Warum gute Marketing-Prompts trotzdem verloren gehen
Die vier Bausteine oben zusammen sind ungefähr eine halbe Seite Text.
Genau deshalb tippt sie niemand zweimal, und genau deshalb landen sie in der Praxis in keinem Prompt.
Was stattdessen passiert: Man schreibt einmal einen sehr guten Prompt mit allen Angaben, bekommt ein sehr gutes Ergebnis, und drei Wochen später ist der Prompt im Chatverlauf verschwunden.
Die verkürzte Fassung aus dem Gedächtnis liefert dann ein Ergebnis, das wieder nach jeder beliebigen Firma klingt.
In Promptomizer legst du Markenstimme, Zielgruppe und Verbotsliste einmal als Baustein ab und setzt sie in jeden Prompt ein.
Die fertigen Prompts bekommen einen Namen und eine Kategorie und liegen in deiner Bibliothek.
Mehr dazu: Prompt-Vorlagen, Prompt-Bibliothek und Prompt strukturiert erstellen.
Kostenlos anfangen
Mit Free kannst du bis zu zehn Prompts und Bausteine insgesamt speichern. Die produktive Datenbank für gespeicherte Inhalte liegt in Frankfurt. Promptomizer übermittelt gespeicherte Prompts nicht automatisch an generative KI-Anbieter.
Häufige Fragen
Soll ich Marketing-Prompts auf Deutsch oder Englisch schreiben?
Warum stehen hier nur sechs Prompts und nicht hundert?
Kann ChatGPT eine Marketingstrategie erstellen?
Funktionieren die Vorlagen auch mit Claude oder Gemini?
Markenstimme, Zielgruppe und Verbotsliste sind in fünf Minuten angelegt und sparen sie ab dem zweiten Prompt wieder ein.
Lege die wiederkehrenden Teile einmal an und verwende sie bei der nächsten Aufgabe erneut.
Kostenlos registrieren